AdMissplatzierung

Adž|Miss|plažt|zie|rung [‘ɛdmɪsplat͡siʁʊŋ], Subst. f.: Phänomen der Aussteuerung von Werbekampagnen auf Platzierungen, die ganz oder in Teilen nicht mit den ursprünglich definierten Vorgaben übereinstimmen.

Der Online-Werbemarkt hat in den letzten Jahren zunehmend Transparenz eingebüßt. Einkaufsmechanismen wie das Programmatic Buying, speziell Real-Time-Bidding – deren Potential und Bedeutung für den Markt jedoch nicht in Frage zu stellen sind – entpersonalisieren den Prozess der Werbebuchung.

Ein zusätzlicher Faktor ist die Komplexität des Marktes, bedingt durch die schier immense Zahl der Anbieter auf Buy & Sell Side und jenen, die sich im Äther dazwischen einordnen. Wiedergespiegelt wird diese nicht aufzuhaltende Entwicklung unter anderem in den steigenden Flächen und Ausstellerzahlen der dmexco und anderer Fachmessen.

Zum Leidwesen der Branche ist das Resultat nicht selten die Abnahme konform und sichtbar ausgespielter Werbekampagnen. Admissplatzierung ist längst kein Ausnahmephänomen mehr.

Einige der häufigsten Formen von Admissplatzierung (auch: Fehlplatzierung) sind die Anzeige der Ads

  • in kontroversen, rechtsverletzenden Umfeldern
  • in buchungsfremden, teils imageschädigenden Themenbereichen
  • außerhalb der Sicht
  • außerhalb des angedachten geografischen Fokus
  • in betrügerische Umfeldern wie Banner Farms; in Elementen zur Erzeugung von Forced Clicks; in 1×1 Frames, deren Sichtbarkeit nie beabsichtigt wurde
  • an nicht-humane User, als Werbekontakt mit einem Bot

Vor diesem Hintergrund bietet die Adverifizierung, ob in-house oder durch externe Dienstleister durchgeführt, eine Möglichkeit, Fehlplatzierungen zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken. Adverifizierung ist aus der aktuellen Kampagnenplanung nicht mehr wegzudenken.

Nähere Informationen zu Admissplatzierung und Verifizierung hat der iab in den “Guidelines for the Conduct of Ad Verification” zusammengefasst. Sie bilden die Grundlage des Portfolios der batch.